7 Schlüssel auf Youtube

Mein erster, selbstproduzierter Youtubefilm ist fertig. Ich habe ihn zwischen den Jahren produziert und hochgeladen. Es geht um die 7 Schlüssel zu gelingenden Beziehung, eins bis sieben. Ich stelle sie kurz vor und sage zu jedem Schlüssel ein paar Sätze. Das Video dauert knapp 5 Min. Ich freue mich über Feedback zu dem Video und auf die folgenden Filmchen.

Sexualität und Beziehung

In dieser Woche habe ich an einem Webinar von zwei Kolleginnen teilgenommen, als stille, manchmal schreibende Zuhörerin. Es waren Ann-Marlene Henning, die Sexologin und Paartherapeutin (www.doch-noch.de) und Susanne Wendel, Ernährungsberaterin und Sexpertin;-) (www.gesundgevoegelt.de). Sie haben eine Stunde lang über sich, über Sex, über ihre Arbeit und den Ansatz Sexcorporel gesprochen und drei Geheimnisse gelüftet.

Was ich verstanden habe:
99 % der Sextipps sind unbrauchbar: wir sind alle so einzigartig und individuell verschieden, dass die üblichen Sextipps für uns nicht passen. Nicht für jeden ist: „Entspannen Sie sich“ hilfreich für den Orgasmus oder „Gestalten Sie ein romantisches Setting“, wenn man eigentlich auf harten Sex steht.

ein umfassendes Geflecht aus Beziehungserleben, Körperwahrnehmung, Vorerfahrung und Lustspektrum beeinflusst die Sexualität und die sexuelle Handlung: es lohnt sich, jede der Elemente anzuschauen, wenn man sein Sexleben dauerhaft verbessern möchte und eben nicht nur andere Stellungen zu probieren

Sexualität beginnt nicht erst in der Pubertät: schon sehr sehr früh, im Mutterleib, als Baby und Kleinkind machen wir unsere ersten Erfahrungen mit uns selbst, mit unserem Körper, mit unserer Erregung. Erziehung tut dann ihren Teil: Bewertungen rund um das Geschlechtsteil, Normen/ gesellschaftliche Umgangsweisen und das Miteinander mit anderen prägen uns und unsere Verhaltensweisen auch in Bezug auf Körperlichkeit, Sexualität, Selbsterleben.

Sex ist erlernt: auch wenn es diesen Sextrieb gibt und die Instinkte uns treiben, ist die Art und Weise, wie wir Sex haben und erleben erlernt. Die gute Nachricht dabei: wir können mehr lernen, damit sich das Sexleben verbessert. Viele, viele Filme, die Ann-Marlene macht und auch ihr Buch: „Make love“ 1+2 unterstützen diesen Lernprozess, das echte Ausprobieren muss dann jeder selbst für sich umsetzen.

Stimulation von Erregung: das ist das wichtigste Stichwort, finde ich. Eigene Erregungszustände zu reflektieren, sich zu spüren und wahrzunehmen im Alltag mit den verschiedenen Momenten von Anspannung, Erregung und körperlicher Bewegung – das ist sehr wichtig, weil erst, wenn ich lerne, meine Erregung zu steuern, sie stärker oder schwächer werden zu lassen, dann gelingt mir das auch in sexuellen Situationen besser. Beckenbodenübungen sind dafür übrigens sehr hilfreich;-)

vertraute Kommunikation ist für ein gutes Sexleben unabdingbar: klar, das ist wichtig. Sowieso in der Beziehung. Beide Sexpertinnen haben darüber gesprochen, wie schnell Jahre vergehen können, bevor man sich traut, doch mal zu sagen, was einen beim Sex eigentlich stört. Sie geben den Tipp, einen Anlass zu wählen, um wieder mit dem Partner ins Gespräch zu kommen. Das kann dieser Blogbeitrag sein oder ein „make love“-Video im Fernsehen oder oder. Den Faden wieder aufzunehmen, etwas anderes vorzuschlagen, über Sexualität wieder zu sprechen, das ist der erste Schritt, um etwas zu verbessern. So gelingt es.

So bleibt die Liebe frisch

*Wie können Paare ihre Liebe frisch halten? Haben Sie Tipps? Und was raten Sie Paaren, deren Beziehung ein bisschen eingeschlafen ist. Wie bringt man wieder Pepp rein?

Die Liebe bleibt frisch, wenn es auf der einen Seite etwas gibt, das neu, überraschend oder verwunderlich  ist. Eine neue Art, Essen zu zubereiten, eine neue Bekanntschaft, ein spontan anderes Verhalten als das übliche, Überraschungen im Alltag – egal was. Etwas, das anders ist, das die übliche Sicherheit, in der man sich in einer Beziehung schnell wiegen kann, etwas beeinflusst, damit man sich wahrnehmen kann, sich spüren, sich wichtig sein kann; damit die Beziehung nicht nur Alltag ist.

Und auf der anderen Seite, wenn man gut die sog. Sprache der Liebe des Partners spricht, wenn man gut weiß, woran er/sie merkt, dass man ihn/sie liebt. Sind es Geschenke oder kleine Aufmerksamkeiten, ist es ungeteilte Paarzeit oder schöne Worte und Liebeserklärungen oder ist es Körperlichkeit und Sexualität? Achten Sie aufeinander, meistens ist ein guter Hinweis auf die sog. Sprache der Liebe des anderen die Signale, die er Ihnen aussendet. Bekommen Sie häufig etwas geschenkt? Dann schenken Sie! Mag der andere häufig etwas mit Ihnen unternehmen? Dann planen Sie doch eine Überraschung, wo Sie nur zu zweit sein werden. Etwas mehr Aufmerksamkeit, etwas mehr Pepp tut jeder Beziehung gut.

*Vielleicht können Sie auch noch etwas zu Ritualen schreiben – ist es etwa sinnvoll, sich jeden Tag kleine Botschaften zu schreiben oder gezielt Liebestreffen zu vereinbaren?

Als Paar häufig zu kommunizieren ist sicherlich hilfreich, ob das kleine Nachrichten über den Tag sind oder Liebesbriefe oder eine regelmäßige Verabredung an einem Abend in der Woche – das ist von Paar zu Paar sicherlich unterschiedlich. Wichtig ist es, überhaupt sich auszutauschen, welchen Weg man auch immer wählt. Teilhabe am gemeinsamen Leben, an Wünschen und Träumen, an gegenseitiger Zuneigung und natürlich auch an den profanen Alltäglichkeiten des Alltags, das ist für eine Beziehung wichtig.
Rituale, die das Paarleben bereichern, halte ich auch für sinnvoll. Ob das das wöchentliche Bowling ist oder ein anderes gemeinsames Hobby, der allabendliche Gutenacht-Kuss, das außergewöhnliche Essen zum Hochzeitstag – was auch immer. Etwas, woran das Paar merkt, dass es eben ein Paar ist, etwas spezielles teilt und dass man sich gegenseitig wichtig ist.